Enterprise 2.0

Nach der Wikipedia-Definition versteht man unter „Enterprise 2.0“ den Einsatz von Sozialer Software im Unternehmen, z.B. zur Projektkoordination, zum Wissensmanagement und zur Kommunikation. Diese „Web 2.0“-Werkzeuge fördern nicht nur den freien Wissensaustausch unter den Mitarbeitern – sie erfordern ihn auch, um sinnvoll zu funktionieren.

Der Begriff umfasst daher nicht nur die Tools selbst, sondern es geht dabei im Endeffekt auch um die Unternehmenskultur: Wie ich in meinem Artikel zur Unternehmenskultur im Enterprise 2.0 bereits angemerkt habe, fördern E2.0-Initiativen den Kulturwandel als Katalysator – weg von der hierarchischen, zentralen Steuerung und hin zur autonomen Selbststeuerung von Teams, die von Managern eher moderiert als geführt werden.


Erfolgsmessung für Wissensmanagement-Initiativen im Enterprise 2.0

Initiativen und Projekte gibt es nicht umsonst – sie kosten Zeit und Geld. Wenn Sie nun die knappen Ressourcen Ihres Unternehmens in ein Enterprise 2.0 (E2.0)-Projekt investieren möchten, sollten Sie in einem Business Case den konkreten Nutzen dieser Initiative glaubhaft beschreiben, um das Management von der vorgeschlagenen Maßnahme zu überzeugen.

Für den Pragmatiker liegen die Dinge einfach: Erfolg ist, wenn die Kosten sinken oder Umsätze steigen (alternativ: Qualitätssteigerung, Zeitersparnis). Dagegen bleibt die Erfolgsmessung für das Wissensmanagement nach wie vor eine „große (unüberwindbare !?) Herausforderung“, weil sich wie bei den anderen unterstützenden Funktionen im Unternehmen der Anteil am Gesamterfolg gar nicht sinnvoll zuordnen lässt.

Der Versuch, WM-Initiativen über eine betriebswirtschaftliche ROI-Analyse zu rechtfertigen, indem Wissen und andere weiche Faktoren mit monetären Größen bewertet werden, muss aber scheitern, denn jeder Versuch einer „objektiven“ Bestimmung wirft mehr Fragen auf als er Antworten gibt – und für so junge Bereiche wie E2.0 liegen noch dazu erst wenige konkrete Erfahrungsberichte vor.

Welche sinnvollen Antworten können Sie denn nun als Anwender auf die Killerfrage geben:
Ich sehe was es kostet – aber was bringt’s?“?

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Microblogging – wäre das auch etwas für mein Unternehmen?

Die Nutzerzahlen von Microblogging-Diensten wie Twitter wachsen im Zuge der allgemeinen Web 2.0 Euphorie weiter rasant an, und viele Nutzer stellen sich nun die berechtigte Frage, wie diese Dienste auch innerhalb des Unternehmens sinnvoll eingesetzt werden könnten.

Microblogging ist eine Form des Bloggens, bei der die Nutzer kurze Textnachrichten veröffentlichen, die wie in einem Blog chronologisch dargestellt werden. Microblogging kombiniert Elemente des „echten“ Bloggens mit Aspekten des Instant Messaging, wodurch eine neue Tool-Kategorie entsteht. Dies geschieht entweder öffentlich via Twitter & Co., oder unternehmensintern als „Enterprise Microblogging“ (EMB). Typische Anwendungsgebiete von EMB liegen im Projektmanagement, in der Projektkommunikation, oder bei der Problemlösung (z.B. Finden von Ansprechpartnern).

Wie bei allen betrieblichen Entscheidungen sollte aber auch hier eine pragmatische Kosten-Nutzen-Analyse und eine Abwägung der Chancen und Risiken am Anfang stehen: Welche Praxisprobleme will ich durch den Einsatz einer MB-Lösung lösen? Welche Alternativen gibt es, was kann ich „mit vorhandenen Bordmitteln“ erreichen? Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein? Welche Risiken muss ich beachten – und wie kann ich diese minimieren?

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